Fachthema
Digitale
Potentiometer
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SPI-
oder I²C-Bus gesteuerte digitale Potentiometer
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"Analoge Potentiometer
waren gestern". Dieser Artikel soll einen kurzen
Überblick über die Funktionsweise digitaler
Potentiometer geben.
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Obwohl die Digitalisierung unaufhaltsam
fortschreitet, bleiben der analogen Technik immer noch
einige Domänen erhalten. Ein Beispiel ist das
Potentiometer, zu dem es bisher kein vollständig
digitales Äquivalent gibt.
Heutige elektronische Potentiometer
nähern sich diesem Ideal relativgut an, sie verbinden
die Flexibilität eines analogen Bauelements mit den
weitreichenden Möglichkeiten der digitalen Steuerung.
Alle Funktionen werden digital gesteuert, entweder über
einen SPI- oder I²C-Bus. Alle gängigen Chips werden in
CMOS-Technik gefertigt.
Betrachten wir ein Potentiometer mit einem
Spannungsteiler, bestehend aus jeweils 63 in Serie
geschalteten Widerständen, so führt von jedem
Verbindungspunkt eine Leitung über einen Schalter zum
Anschluss des Schleifers. Insgesamt sind 64 Abgreifpunkte
vorhanden, was einer Auflösung von 6 Bit entspricht.
Welcher Abgreifpunkt auf die gemeinsame
Leitung durchgeschaltet wird, hängt von der digitalen
Steuerung ab. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:
die Funktionen werden entweder über einen SPI-Bus oder
aber über einen I²C-Bus gesteuert. Durch dieses Konzept
sind heutige digitale Potentiomenter hervorragend für
den Einsatz in Mikrocontrollerschaltungen geeignet.
Der Spanungskomparator, der zu jedem
elektronischen Potentiometer gehört, vergleicht die
Spannung am Abgriff mit der Eingangsspannung. Die
Potentiometer- und Komparator-Funktionen werden über
bestimmte Register gesteuert. Der Inhalt der
Steuerregister bestimmt die Stellung des Schleifers,
sowie das Verhalten des Komparators.
Meldung
vom 20.11.2000
Microchip
hat mit der Serie MCP4XXXX sechs digitale Ein-
und Zweikanal-Potentiometer mit SPI-Interface
vorgestellt. Beide Versionen sind mit
Widerstandswerten von 10, 50 und 100kOhm
erhältlich. Der Zweikanaltyp verfügt über
einen speziellen Shutdown-Pin. Die
MCP4XXXX-Familie bietet 8Bit Auflösung, (256
Schritte), arbeitet mit einer Spannungsversorgung
von 2,7 bis 5,5V, weisen einen statischen Strom
von maximal 1 Mikroampere auf und arbeiten im
Bereich von -40 bis 85 Grad Celsius. Sie können
im Spannungsteiler- und Reglungswiderstandmodus
betrieben werden. Der Dual-Kanal-Baustein kann in
Serie geschaltetet werden. Feste Einstellungen
sind im Mikrocontroller-EEPROM ablegbar.
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Außerdem können weitere Register im
Potentiometer-Chip integriert sein, die der Anwender für
verschiedene Zwecke nutzen kann. Diese Register können
vom steuernden Prozessor oder Controller sowohl
beschrieben als auch gelesen werden.
Widerstandsarray
Wie oben bereits benannt, befinden sich
auf einem Potentiometer-Chip 2 Widerstandsarrays (eins
für jedes Poti), die aus jeweils miteinander verketteten
Einzelwiderständen zusammengesetzt sind. Anfang und Ende
einer Kette lassen sich mit den Anschlüssen der
Kohleschichtbahn eines herkömmlichen Potentiometers
vergleichen. Die Verbindungspunkte innerhalb einer
Widerstandskette können ebenso wie ihr Anfang und Ende
über elektronische Schalter mit der zugehörigen
Sammelschiene verbunden werden. Gleichzeitig kann immer
nur ein einziger
Schalter geschlossen sein.
Flags und Register
Der Komparator vergleicht die abgegriffene
Spannung mit der Spannung am externen Eingang. Gesteuert
werden der Komparator und die zugehörige Logik über
einzelne Bits (z.B. Shutdown, Latch und Enable). Das
Enable-Bit ist für die Verbindung des
Komparator-Ausgangs mit dem externen Anschluss
zuständig, mit dem Latch-Bit kann der logische Zustand
des Ausgangs gehalten werden, und das Shutdown-Bit kann
den analogen Teil des Potis abschalten. Diese Aktionen
dienen zur Senkung des Stromverbrauchs bei
Batteriebetrieb. Nicht alle elektronischen Potentiometer
verfügen über diese externen Eingänge.
Zu jedem Potentiometer gehört ein
sogenanntes Wiper Counter Register und ein Analog Control
Register. Das Wiper Counter Register ist mit einem
Seriell-Ein-/Parallel-Aus-Schieberegister vergleichbar.
Die parallelen Schieberegister-Ausgänge steuern die
Schalter, die die Abgreifpunkte des Widerstandsarrays mit
der Ausgangsleitung verbinden.
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